Quantified Self ist eine spannende neue Bewegung, mit Hilfe moderner Technik und Sensoren viele Parameter des körperlichen, seelischen und geistigen eigenen Zustandes zu vermessen und auf diese Weise mehr Aufschluss über sich selbst zu gewinnen.

Quantified Self

Quantified Self – Was ist das und wie nutze ich es?

Seit einiger Zeit ist der Begriff „Quantified Self“ in vieler Munde und es gibt viele Spielarten der Umsetzung. In diesem Artikel beschreibe ich, wie ich Quantified Self in mein Leben integriere.

Quantified Self und Management – Was hat das miteinander zu tun?

Der berühmte Management-Guru und Verfechter des „Management by objectives“ Peter Drucker formulierte treffend: „What gets measured gets done“. Mit anderen Worten: Es ist viel leichter, in Richtung auf ein Ziel auf Spur zu bleiben, wenn man weiß, an welcher Position zwischen altem Ist und neuem Soll man sich gerade befindet. Wie so oft überlappen sich verschiedene Themenkreise und so kannst Du diesen Aspekt der Managementlehre auch für deine persönliche Entwicklung nutzen. Indem Du Deine Ziele zum einen visualisierst wie bereits in dem Artikel zur Vision Wall beschrieben. Und zum Anderen unter Anwendung von Druckers Motto Messgrößen für die Zielerreichung definierst und regelmäßig den aktuellen Stand erfasst, um zu sehen, wo Du gerade stehst.

Kontrollierter Selbstversuch

Ich hatte es eine Zeit lang etwas schleifen lassen mit der Erschaffung starker physischer Präsenz. Insofern kam mir die Idee für diesen Artikel sehr gelegen. Denn natürlich habe ich auch für dieses Thema einen „kontrollierten Selbstversuch“ durchgeführt. 🙂 Um Dir Anhaltspunkte für die Umsetzung zu geben, die Du dann an Deine persönlichen Vorlieben anpassen und erweitern kannst. Als Themenkomplex habe ich mir die körperliche Weiterentwicklung herausgepickt, weil die so schön einfach zu messen ist. Und zwar habe ich für den Bereich Kraft und Statur zwei exemplarische Messgrößen ausgewählt.


Wie erfasse ich die Messgrößen?

Für jede der Messgrößen habe ich ein Spreadsheet erstellt mit sinnvollen Zwischenschritten. Ganz simpel zweispaltig mit der Messgröße sowie dem Datum der Erreichung eines Zwischenschrittes. Diese Spreadsheets habe ich ausgedruckt und aufgehängt. Und dann habe ich täglich die Werte für die Messgrößen erfasst. Wenn ich bei einer der Tagesmessungen das nächste Zwischenziel erreicht hatte, so habe ich dies auf dem Ausdruck abgehakt und das Datum der Zielerreichung eingetragen. Von Zeit zu Zeit nehme ich die Ausdrucke ab, übertrage die handschriftlich eingetragenen Datumsangaben der erreichten Zwischenschritte und fertige anschließend einen neuen Ausdruck an, der dann wiederum aufgehängt wird.

Welche Zwischenschritte sind die Richtigen?

Wichtig ist: Du solltest die Zwischenschritte so wählen, dass sie nicht zu groß und nicht zu klein sind. Damit Du alle paar Tage ein Erfolgserlebnis verzeichnen kannst, weil Du ein weiteres Zwischenziel erreicht hast. Und das Endziel sollte ambitioniert und gleichzeitig erreichbar sein.

Wo erfolgt die Visualisierung?

Wie schon im Artikel über die Vision Wall beschrieben hängen die Ausdrucke bei mir an Plätzen, an denen sie mir zum Einen oft ins Auge fallen und zum Anderen gleich an Ort und Stelle Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Das Arbeitsblatt mit dem Körpergewicht z.B. hängt vorne am Kühlschrank 😉 und das Arbeitsblatt mit dem Oberarmumfang in dem Raum, in dem sich meine Sportsachen befinden. Mithin werde ich vornehmlich an den Orten motiviert, wo ich am leichtesten direkt und zeitnah etwas unternehmen kann. Du kannst diese Visualisierung natürlich auch noch auf Deinen Lieblings-Gadgets ergänzen durch eine fancy gestaltete grafische Darstellung. Oder auch einfach, indem Du die Dateien oder Auswertungsgrafiken auf Deinen Gadgets zugreifbar machst.

Wie kannst Du das Verfahren einsetzen?

Das Verfahren ist wirklich so einfach wie beschrieben und Dir in einigen Variationen vermutlich bekannt. Denn Du kennst sicher einige Messgrößen, von denen Du schön gehört hast, dass andere sie regelmäßig erfassen. Sie stammen meistens aus dem Körper- und Gesundheitsbereich:

  • Blutdruck
  • Gewicht
  • Taillenumfang
  • Körperfettanteil
  • Verzehrte Kalorien
  • Gelaufene Schritte
  • Blutzuckerspiegel
  • Pulsfrequenz bei Ausdauertraining

Hinzu kommen Messgrößen, die exotischer sind:

  • Stimmung
  • Schlafphasen (siehe auch die Artikelserie über Mehrphasenschlaf)
  • Häufigkeit und Intensität von Sex
  • Dauer und Art des Fernsehkonsums
  • Geschwindigkeit beim Erlernen einer neuen Sprache
  • …..

Ich selbst erfasse neben den hier dargestellten beiden exemplarischen Werten z.B.

  • Puls beim Joggen oder Radfahren
  • Gewichte an Kraftmaschinen
  • Länge der Strecke beim Joggen oder Radfahren
  • Veränderungen des Herzschlags durch Meditation
  • Anzahl der Stunden, die ich schlafe sowie ihre Verteilung über den Tag (siehe auch die Artikelserie über Mehrphasenschlaf)

Einige formal wie hier beschrieben und andere eher qualitativ im Gedächtnis, so dass ich größere Änderungen zwar wahrnehme, aber keine Details wie den exakten Zeitverlauf oder Ähnliches. Wobei die formale Erfassung deutliche Vorteile hat in punkto Motivation. Das Ganze ist also recht easy und in einigen Bereichen bekannt und für etliche Messgrößen bereits akzeptiert. Einige Messgrößen, die man selbst interessant findet, können auf andere skurril wirken. Doch daraus sollte man sich nicht viel machen. Denn letztlich kann man es eh nicht allen recht machen. Und sollte daher lieber darauf achten, dass es einem selbst recht ist. 🙂 Wähle daher die Messgrößen, die Dir persönlich relevant erscheinen. Beginne mit einer eher kleinen Anzahl von Messgrößen und erhöhe die Anzahl, sobald Du den Nutzen erkennst und weitere Fortschritte machen möchtest. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass Du Dir ein System schaffst, wie Du regelmäßig die Werte erfasst und wie Du sie visualisierst und Dir oft ins Bewusstsein rufst, um den Fokus auf die Zielerreichung aufrecht zu erhalten. Denn ich habe festgestellt, dass die tägliche Messung und die Visualisierung einen sehr starken Einfluss ausüben.

Was hat das alles mit Quantified Self zu tun?

Für viele einfache Dinge gibt es jeweils Trends, die das ganze hipper erscheinen lassen. Und das gilt auch für dieses Thema der Vermessung persönlicher Eigenschaften, für das vor einigen Jahren der Trend des sogenannten „Quantified Self“ ausgerufen wurde. Es besagt im Kern das, was Du oben am Beispiel gesehen hast:

  • die Definition von Messgrößen
  • die Erfassung des aktuellen Ist-Zustands für jede Messgröße
  • die Festlegung eines gewünschten Soll-Zustands für jede Messgröße
  • die permanente Erfassung von Messwerten auf dem Weg vom Ist zum Soll

Das Grundprinzip ist also einfach. Interessant ist vor allem die Ausgestaltung, d.h. die Überlegung, welche Deiner Werte Dich besonders interessieren. Und auf welche Weise und wie oft Du sie messen möchtest.

Beispiel

Damit Du eine Vorlage hast, mit der Du starten kannst, stelle ich Dir das Spreadsheet NLPete-Körpermaße zur Verfügung, mit denen ich im Rahmen meines kontrollierten Selbstversuchs Messwerte erfasst habe. Es enthält zwei Arbeitsblätter für die Messgrößen Oberarmumfang und Körpergewicht. Das kannst Du als Startpunkt übernehmen und für Deine eigenen Messgrößen und Zielvorstellungen anpassen, indem Du es einfach herunterlädst und überarbeitest.

Ausgangspunkt Vision Wall

Ausgangspunkt war ein Teil meiner Vision Wall, die umgesetzt werden sollte:

Vision Wall – Physische Präsenz

Okay, die Maßnahmen für das Ziel der physischen Präsenz sind also Kraft und Ausdauer zu verbessern. Meine Kraft könnte ich z.B. in gewuchteten Kilogramm messen. Doch habe ich mich für den Oberarmumfang entschieden, weil ich den auch zuhause ermitteln kann und nicht nur im Fitnesstudio. Zudem hatte ich vor einiger Zeit Projekt 40 für meinen Oberarmumfang ausgerufen und daher passte es gut, bei der Gelegenheit gleich etwas dafür zu tun. Für die Ausdauer wären zwar als Messgrößen die geradelten Kilometer und Zeiten besser geeignet. Doch habe ich mich für die Messgröße Körpergewicht entschieden, die durch Ausdauertraining nur indirekt beeinflusst wird. Weil ich vor einiger Zeit Projekt 88 ausgerufen hatte und die Gelegenheit nutzen wollte, in diesem Projekt voranzukommen. Das spielt aber auch keine Rolle, denn hier geht es ja in erster Linie um das Prinzip an sich. Für die beiden Messgrößen Oberarmumfang und Körpergewicht habe ich dann ein Spreadsheet mit zwei Arbeitsblättern dafür erstellt und wie oben beschrieben ausgedruckt, bei Erreichung von Zwischenschritten händisch das Datum eingetragen und von Zeit zu Zeit diese Eintragungen in das Spreadsheet übertragen und erneut ausgedruckt. Das sieht zur Zeit folgendermaßen aus.

Oberarmumfang

NLPete – Oberarmumfang

Körpergewicht

NLPete – Körpergewicht

Keep going

Wie bei fast jedem Thema und jeder natürlichen Lebensäußerung tauchen natürlich auch hier professionelle Spaßverderber wie Redakteure auf, die eine neue Sucht zu erkennen glauben, über die sie reißerisch berichten können. Man ahnt schon Schlagzeilen der Art „Mann verliert Job, Familie und Gesundheit, weil er 20 Stunden pro Tag auf ein Messgerät schaut“. 😉 Oder es treten Therapeuten auf den Plan, die neue Therapiemöglichkeiten wittern für Diagnosen, die es bisher noch nicht gab. 😉 Mal überlegen, wie man sie nennen könnte …. Wie wäre es mit „Self quantifying obsessive disorder“? Dafür lässt sich dann sicher auch wieder ein patentgeschütztes Präparat entwickeln, welches zwar keine Heilung bringt und jede Menge fatale Nebenwirkungen hat. Doch das ist außerhalb des Kontextes dieses Artikels. Wenn Dich das Thema interessiert, dann schaue Dir das interessante Video Marketing Madness an. Unabhängig davon gilt wie überall: Wenn Du Spaß hast an der Selbstvermessung, so lasse sie Dir nicht vermiesen und genieße den Drive, der daraus resultieren kann. Nutze die Möglichkeiten, Dich selbst voranzubringen und Dich an den Ergebnissen zu erfreuen.

Literatur

Der Trend des „Quantified Self“ leitet sich aus verschiedenen Strömungen ab. Eine davon ist Peter Druckers Ansatz des Managements durch Zielvorgaben. Eine weitere ist die zunehmende Verbreitung von Gadgets, die viele Messungen überhaupt erst mit vertretbarem Aufwand möglich machen.

Peter Drucker

Der berühmte Management-Guru Peter Drucker hat zahlreiche Bücher als Autor oder Co-Autor verfasst. Viele seiner Leitsätze haben Nischen geschaffen, in der sich einzelne Firmen oder Berater mit einem Teilaspekt von Druckers Arbeiten eines auskömmlichen Daseins erfreuen. Von seinen Ansätzen will ich hier nur einige exemplarisch nennen.


Management by objectives

Wikipedia erklärt es gut genug: http://en.wikipedia.org/wiki/Management_by_objectives.

What gets measured gets done

Den Leitsatz “What gets measured gets done” haben viele Autoren übernommen, wie man z.B. auf Google Scholar sehen kann.

Computermagazin ct – Das vermessene Ich

Mittlerweile hat auch das von mir sehr geschätzte Computermagazin c’t einen lesenswerten Artikel „Das vermessene Ich“ über Quantified Self publiziert. Der Artikel gibt einen guten Überblick und enthält auch einige weiterführende Links. Zudem nimmt sich auch die Wissenschaft zunehmend des Themas an, denn das Self-Tracking wird meines Erachtens ein gigantischer Zukunftsmarkt in der Gesundheitsindustrie werden. Insbesondere das Remote-Monitoring vieler verschiedener Parameter von Risikopatienten wird einen großen Fortschritt bringen in der Ursachenforschung gesundheitlicher Probleme und natürlich der raschen Hilfe im Notfall, die bei perfekter Infrastruktur automatisch organisiert werden kann. Viele wissenschaftliche Arbeiten leiden darunter, dass sie sehr wortreich sind und einen großen Kontext aufziehen etc. Das liegt in der Natur der Sache, da ein Forscher sich profilieren muss und rechtfertigen, dass Forschungsgelder sinnvoll ausgegeben worden sind. Oder es handelt sich um Seminar- oder Doktorarbeiten, bei denen auch der Umfang in die Bewertung einfließt. Außerdem befassen sich Forscher aus dem Bereich von Körper&Geist gerne mit Krankheiten aller Art und das finde ich persönlich nicht sonderlich attraktiv. Denn Gedanken schaffen Realität und je mehr man sich gedanklich mit Verderben, Krankheit und Tod beschäftigt, umso wahrscheinlicher werden diese eher uncoolen Dinge. Insofern könnte es für den Einstieg hilfreicher sein, sich zunächst im Netz umzusehen, bevor man sich den wissenschaftlichen Publikationen zuwendet. Zudem liegt der Fokus im Netz wie auch in diesem Artikel eher auf der praktischen Anwendung und der Persönlichkeitsentwicklung, was Du selbst tun kannst und auf welchen Kanälen Du Gesinnungsgenossen finden kannst, um Dich auszutauschen und gegenseitig zu inspirieren. Und damit kommst Du sehr viel besser in Fahrt als wenn Du Dir nur trockene wissenschaftliche Analysen reinziehst. 🙂


Gadgets

Es gibt viele Gadgets für die Erfassung von Messwerten mit dem Vorteil, dass die Datenerfassung einfacher und genauer ist als von Hand und die Daten zudem meistens auch sofort in einer Smartphone-App oder in der Cloud zur Verfügung stehen und ausgewertet und visualisiert werden können. Ob Du klassische Verfahren einsetzt oder hypermoderne Geräte und Verfahren, bleibt natürlich Dir überlassen. Ich selbst finde es großartig, dass es solche praktischen Helferlein für praktisch alles und jedes gibt. Eine Liste solcher Gadgets kann beliebig lang werden, so dass ich mich hier kurz fasse und nur einige Beispiele nenne.

Garmin GPS Forerunner 305

Meine GPS-Armbanduhr Garmin GPS Forerunner 305 ermöglicht beim Joggen oder Radfahren eine sehr genaue und bequeme Erfassung von Route, Streckenlänge, Pulsfrequenz, verbrauchte Kalorien etc. Außerdem kann ich mit ihr auf Knopfdruck zum Ausgangspunkt zurück navigieren, so dass ich jederzeit und überall einfach mal auf‘s Geradewohl starten kann und jederzeit zurückfinde.

Fitbit Fitness Tracker

Der Fitbit Fitness Tracker ist ein elaborierter Schrittzähler, der Schritte, Strecken und verbrannte Kalorien aufzeichnet. Zudem funktioniert er auch in der Vertikalen und misst Treppen und Stockwerke. Und falls Du unsicher bist, wie lange und gut du geschlafen hast, so kann das Gerät Dir auch das sagen. 🙂 Dazu gibt es natürlich auch die Möglichkeit, seine Daten webbasiert auszuwerten: http://www.fitbit.com. Und mit Hilfe von Apps manuell Daten zu erfassen, die nicht maschinell von Sensoren gemessen werden.

ZEO Sleep Manager

Mit Hilfe des ZEO Sleep Manager kannst Du Deine Schlafphasen messen und damit Dauer, Art und Qualität Deines Schlafes bestimmen. Über die Funktion des Gerätes und die Nutzung der erhobenen Daten schreibe ich etwas im Rahmen der Artikelserie über Mehrphasenschlaf. Denn die Umstellung auf einen anderen Schlafrhythmus als den klassischen monophasigen 8-Stunden-Schlaf gelingt leichter mit zuverlässigem Datenmaterial.

Datenanalyse-Software & soziale Netzwerke

Für viele Geräte wird eine Auswertungssoftware mitgeliefert. Darüber hinaus gibt es viele separate Software-Pakete und Internet-Services. Und natürlich Sensoren jeder Art für die verschiedenen Messgrößen. Für den Anfang reichen einfache Hilfsmittel wie ein Spreadsheet, in das Du Deine ermittelten Werte einträgst, völlig aus. Doch sind in den letzten Jahren eine ganze Reihe special interest social networks mit dem Fokus Gesundheit&Fitness aus dem Boden geschossen. Sie haben verschiedene Schwerpunkte wie Fitness, Gesundheit, Erfahrungsaustausch, Optimierung medikamentöser Behandlung usw. usf.. Viele ermöglichen neben dem Tracking eigener Daten auch die Verknüpfung der Daten vieler verschiedener Teilnehmer. Hier eine kleine Auswahl:

Und es gibt noch viele weitere solcher Netzwerke mit allerlei Funktionen wie z.B. das Tracken bestimmter Krankheitssymptome. Wenn Du auf anderen Plattformen aktiv bist und möchtest, dass sie in die Liste aufgenommen werde, so füge einen Kommentar ein. Um das für Dich geeignete Netzwerk zu finden, lege fest was Du tracken willst und mit welchem Messgerät. Suche dann mit Hilfe einer Suchmaschine nach den Netzwerken, die den Import der Daten aus Deinem bevorzugten Messgerät und/oder Smartphone unterstützen.

Gamification

Immer mehr Menschen bewahren sich ihre kindliche Neugier und ihren Spieltrieb. Das ist sehr vorteilhaft, denn es erhöht den Spaß im Leben und ist eine gute Voraussetzung für Lernerfolge und positive Verhaltensänderungen. Viele moderne Hardware- und Software-Hersteller haben das erkannt und verwenden Elemente der Spieleindustrie, um den Einsatz ihrer Produkte zu fördern und zu erleichtern. Dies umfasst sowohl das Design der Produkte und ihrer Benutzeroberfläche als auch Elemente von Spielelogik und Wettkampf, die insbesondere Männer stark ansprechen. Dafür wurde der Begriff “Gamification” geprägt. Gamification macht Technologie ansprechender und erleichtert Verhaltensänderungen, weil die Anfangshürde beim Beginn neuer Aktivitäten spielerischer und damit leichter genommen werden kann. Viele Produkte aus dem Bereich des Quantified Self bieten daher die Möglichkeit, Erfolge messbar und sichtbar zu machen und Belohnungen zu vergeben für erreichte Ziele.

Quantified Self und Selfhacking

Selfhacking ist ein seit einiger Zeit ein Megatrend. Beim Selfhacking geht es darum, sich kontinuierlich zu verbessern. Die Gebiete sind allumfassend. Vieles dreht sich um die Physis, d.h. die Verbesserung von Ausdauer, Kondition, Kraft, Schnelligkeit etc. Es gibt Selfhacking aber auch für ganz viele andere Themen wie die Steigerung der Kreativität, eine gezielte Lebensverlängerung unter Beibehaltung des Wohlgefühls, neu designtes Schlafverhalten zur Produktivitätssteigerung etc. Der Zusammenhang zwischen Quantified Self und Selfhacking ist relativ einfach. Denn Fortschritt ist am Leichtesten möglich, wenn Du Deine Zwischenergebnisse messen und dadurch feststellen kannst, wie weit Du auf Deinem Weg bereits gekommen bist. Welche Ziele auch immer Du Dir gesetzt hast: Designe ein Messverfahren, mit dem Du den Grad Deiner Zielerreichung überprüfen kannst, nimm regelmäßig Messwerte und halte sie schriftlich fest. Dies am Besten natürlich automatisch mit Gadgets oder anderen Geräten, um den Aufwand dafür gering zu halten und die Werte jederzeit leicht statistisch auswerten zu können.

Sleephacking

Mein persönliches spezielles Steckenpferd ist Sleephacking als eine Spielart des Selfhacking. Beim Sleephacking geht es darum, die Schlafgewohnheiten derart umzustellen, dass man mit weniger Zeit zu mehr Erholung und besseren Schlaferlebnissen wie z.B. luziden Träumen, der häufigen Erinnerung an Trauminhalte und vieles mehr kommt. Mein Fokus liegt dabei auf der Produktivitätssteigerung durch den Einsatz von Mehrphasenschlaf, bei dem man sich nicht jede Nacht 8 Stunden lang den Rücken durchliegt, sondern stattdessen je nach gewähltem Schlafsystem erheblich weniger schläft. Dafür jedoch öfter über eine 24-Stunden-Periode verteilt kurze Nickerchen hält und dabei lernt, in kürzester Zeit einzuschlafen und direkt in die REM-Phase einzutauchen. Ich habe mit dem 24h-Lifestyle ein sehr umfassendes Buch zu diesem Thema verfasst. Es beschäftigt sich neben dem Kernthema Mehrphasenschlaf und den verschiedenen möglichen Schlafsystemen mit all den dazugehörigen Randthemen und Techniken zu Entspannung, Meditation, Zielerreichung, Veränderung von Gewohnheiten etc. Denn um eine so lang gehegte Gewohnheit wie den täglichen 8-stündigen Schlaf zu verändern, braucht es schon ein wenig mehr als eine flüchtige Idee. Wenn Du mehr darüber wissen willst, lade ich Dich herzlich ein, Dich in dieses spannende Thema einzulesen. Den 24h-Lifestyle gibt es als eBook sowie in 2 Varianten in gedruckter Form. Einmal als Farbdruck und einmal in Schwarz/Weiß. Farbdruck ist natürlich sehr schön, doch im Print-on-demand auch sehr teuer. Wenn Du also sparen möchtest, dann greife lieber zur Schwarz/Weiß-Ausgabe oder zum noch günstigeren eBook. Du hast die Wahl. Klicke auf das folgende Bild! Dadurch gelangst Du zum Artikel über das Buch und findest dort auch alle Bezugsquellen. Mehr (er)leben mit System: Der 24h-Lifestyle

Videos

Netzwelt-Interview zu Quantified Self

Am 11.4.2014 hat die Netzwelt-Redaktion den Buchautor Christoph Koch und mich zum Thema Quantified Self interviewt. Es war ein interessantes Gespräch und ich freue mich, die Netzwelt-Redaktion und Christoph Koch in dem Interview noch besser kennengelernt zu haben. Wie viele Zuschauer sich für die Umstellung auf Mehrphasenschlaf entscheiden, wird sich zeigen. Wenn Du mir nachsehen kannst, dass ich während des Interviews ständig auf meinem Sitzball herumwippe, so kannst Du Dir jetzt die Aufzeichnung des Interviews ansehen.

Weitere Links

Vielleicht möchtest Du noch ein wenig durch die unendlichen Weiten des Internets stromern und weitere Informationen sichten. Dann kannst Du mit den folgenden Links auf Seiten beginnen, die sich mit Quantified Self im Allgemeinen sowie mit Webdiensten und Apps beschäftigen:

  • 2014-08: Arne kniet sich jetzt mächtig rein und arbeitet an einer sehr guten Übersicht über Quantified Self. Mir gefällt daran insbesondere die Kategorisierung und die umfassende übergreifende Sicht auf dieses weite Feld.
    Schaue selbst und mache Dir ein Bild davon: http://www.was-ist-quantified-self.de/
  • 2013-12: Artikel von Arne Tensfeldt von Askensio über die Bachelorthesis von Bianca Emmert.
  • 2012-12: Gutes ausführliches Interview mit Florian Schumacher, der das Thema Quantified Self in Deutschland mächtig vorantreibt: Interview von Deutsche-Startups.de.
  • Die Gesundheits- und Fitnessplattform Quentiq trackt sportliche Outdoor- und Indoor-Aktivitäten und berechnet daraus den QUENTIQ Health Score®. Zudem gibt es Wettbewerbe in Ligen, Saisons, Domänen und Divisionen. Gut ist, dass bereits viele externe Geräte als Datenlieferanten unterstützt werden (z.B. Polar und Garmin) und weitere hinzu kommen sollen. Homepage: Quentiq Homepage iPhone-App: Quentiq iPhone-App Android-App: Quentiq Android-App

Fazit

Es gibt viele Möglichkeiten, Deine messbaren Eigenschaften zu erfassen und dies als Grundlage für Verbesserungen zu nutzen. Wähle etwas für Dich geeignetes aus und beginne locker um festzustellen, welchen Drive Dir das verleihen kann.

Schlusswort

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Ich wünsche Dir ganz viel Spaß & Erfolg bei dem, was Du tust!
Dein NLPete

6 Gedanken zu „Quantified Self“

  1. Hallo,
    Vielen Dank für den übersichtlichen Artikel zu QS.
    Ich selber arbeite bei einem jungen Schweizer Start-up: QUENTIQ.com

    Wäre super wenn du unsere Gesundsheits Plattform auch noch in den Artikel hinzufügen könntest?

    Grüsse Yago

    1. Hallo Yago,

      ich habe mir Eure Website angesehen und finde die Aufmachung und die Ideen zur Gamification gut.

      Gut finde ich auch, wieviele Geräte Ihr bereits als Datenlieferanten unterstützt und dass Ihr an weiteren Datenimportschnittstellen arbeitet.

      Die Apps habe ich gerade auf dem iPhone und dem Transformer Pad Infinity installiert und sehe sie mir demnächst an.

      Insofern habe ich gerne Links auf Eure Website und die Apps in den Artikel aufgenommen.

      Viele Grüße
      NLPete

    1. Hallo Arne,
      super, wennn der Beitrag Dir etwas gibt.
      Deine Übersichtsseite gefällt mir.
      Bin gespannt, wie es dort weitergeht.
      Beste Grüße
      Peter

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