Unzufriedenheit – Die Wurzel allen Übels

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Woher kommen Probleme und Unzufriedenheit?

Fast alle unsere Probleme entstammen einer latenten Unzufriedenheit mit uns selbst oder unserem Leben, die echtes Glück vorübergehend oder dauerhaft erschwert oder verhindert.

Ich selbst kenne das aus eigener Erfahrung. In vielen Phasen meines Lebens ging es mir von außen betrachtet „eigentlich“ gut. Doch häufig war ich unzufrieden. Denn ich wollte vor allem beruflich und finanziell weit mehr erreichen und das noch schneller als zuvor. Dabei lief „eigentlich“ alles schon sehr gut, denn ich machte gutes Geld in einem interessanten Job und ermöglichte mir und meiner Familie ein materiell betrachtet ausgesprochen komfortables Leben. Doch das reichte mir nicht und so bezahlte ich im Rückblick betrachtet einen zu hohen Preis für eine noch darüber hinausgehende Steigerung. Denn das überregionale Arbeiten als freiberuflicher IT-Consultant in IT-Projekten führte eh schon dazu, dass ich die ganze Woche unterwegs war und häufig auch einen Tag des Wochenendes am Schreibtisch verbrachte. Darüber hinaus beschäftigte ich mich noch intensiv mit Börsenspekulationen und opferte so einen insgesamt hohen Prozentsatz meiner Zeit für Arbeit und Finanzgeschäfte. Die schönsten Jahre mit meinen Kindern (bzw. die, die es hätten sein können), gingen so zum Teil an mir vorbei und ich nutzte sie weit weniger als es möglich gewesen wäre. Das war vollkommen überflüssig und führte damals dazu, dass ich mich häufig nicht im Hier und Jetzt, sondern häufig unwohl fühlte. Denn wenn ich all diese Dinge nicht mit vollem Einsatz machte, dann hatte ich das Gefühl, Chancen zu verpassen. Und wenn ich es tat, dann fühlte ich mich nicht wohl, weil ich so wenig Freizeit und soziales Leben hatte.

Hört sich irgendwie uncool an, oder?


Ja genau! Das war es nämlich auch.

Und die spannende Frage ist: Warum tun sich viele Menschen so etwas an? Denn damit war ich beileibe nicht alleine.

Beispiele für Unzufriedenheit

Meine damalige Unzufriedenheit ist nur eine von vielen möglichen Varianten.

Lies Dir deshalb die folgende Aufzählung durch und überlege, was davon auf Dich zutreffen könnte und horche in Dich hinein, welche Fragen und Antworten an die Oberfläche gelangen:


  • Übermäßiges Essen
    • Essen verschafft Dir vorübergehendes Glück.
      Du suchst dieses Glück im Essen als externer Quelle, weil Du im Inneren keine Zufriedenheit spürst mit Dir selbst.
      Leider ist das kurze Glück durch Essen sehr vergänglich, denn schon kurz danach bist Du wieder unzufrieden mit Dir selbst, weil Du so viel überflüssiges Zeug in Dich hineingestopft hast.
      Und diese Unzufriedenheit wiederum führt zu weiterem Verlangen nach Essen. Womit Du in einem Teufelskreislauf steckst.
  • Abhängigkeit von Suchtstoffen (Zigaretten, Alkohol, Drogen, Medikamente, Internet, Videospiele)
    • Der Mechanismus ist derselbe wie beim Essen.
  • Schulden und exzessives Kaufverhalten (Bekleidung, Krimskrams, Zeitschriften)
    • Viel materiellen Kram um sich herum anzuhäufen als Quelle externen Glücks ist ein Zeichen von Angst vor dem, was passiert, wenn Du materielle Dinge loslässt.
      Nichts anderes also als ein Mangel an Zutrauen dazu, dass es Dir gut gehen wird und Du einen Wert darstellst auch ohne all das Zeug um Dich herum.
  • Angst vor fremden Menschen
    • Angst vor der Begegnung mit Anderen entstammt der Angst, wie diese Dich beurteilen könnten. Und das wiederum beruht auf mangelndem Selbstvertrauen und der Unzufriedenheit mit Dir selbst.
  • Unzufriedenheit mit Deinem Körper
    • Du möchtest, dass Dein Körper einem der gängigen Ideale entspricht. Und das ist in starker Ausprägung nur bei wenigen Menschen der Fall. Es fällt Dir schwer zu akzeptieren, dass Dein Körper gut genug ist so wie er jetzt ist (auch wenn es natürlich von Vorteil ist, Deine Gesundheit, Ausdauer etc. zu verbessern). Und dass andere Menschen Dich als Person mögen unabhängig davon, wie Dein Körper aussieht.
  • Angst vor der Selbständigkeit
    • Du hast Angst, ein eigenes Unternehmen zu gründen, weil Du Angst davor hast, zu versagen und zum Gespött derjenigen zu werden, die es gar nicht erst versucht haben.
  • Unfähigkeit, neue Gewohnheiten zu etablieren
    • Du glaubst nicht daran, neue Gewohnheiten aufbauen und Dich daran halten zu können, weil Du es schon oft versucht hast und dabei gescheitert bist. Du vertraust Dir selber nicht und hältst Dich nicht für diszipliniert, zuverlässig und zukunftsorientiert.
  • Eifersucht
    • Du fühlst Dich unsicher in Bezug auf Deinen Partner. Du überprüfst eifersüchtig seine Aktivitäten in sozialen Netzwerken, holst Erkundigen ein, wenn er ohne Dich etwas unternimmt etc. Denn Du glaubst tief in Deinem Inneren nicht, dass Dein Partner an Deiner Seite bleiben will und wird. Weil Du Dich für nicht gut genug hältst.
  • Neid
    • Du verspürst Neid auf Andere, weil diese in sozialen Netzwerken viele tolle Sachen posten, die sie haben oder tun. Und Du bist neidisch, weil Du nur einen Bruchteil all dessen selbst hast oder tust. Du denkst, dass alle anderen mehr Spaß haben als Du und bist unzufrieden mit dem, was Du gerade tust und bist. Du bist Dir selbst nicht genug und hältst Dich für nicht herausragend genug.
  • Prokrastination (Verschieberitis) durch das Internet
    • Du hast eine Menge wichtige Aufgaben zu erledigen. Doch es passiert Dir oft, dass Du Dich im Internet verlierst, um einfache, bequeme oder unterhaltsame Dinge zu tun anstelle der schwierigen und unbequemen, die Dir langfristig einen hohen Nutzen bringen können. Das machst Du, weil die Aufgaben anspruchsvoll sind und Du Angst hast, sie nicht zu bewältigen und zu scheitern. Du traust Dir selbst nicht zu, an etwas Schwierigem lange genug dranzubleiben.
  • Angst
    • Du hast das ideale Endergebnis vor Augen und Deine Angst entstammt der Angst, dass Du dieses Ergebnis evtl. nicht erreichen könntest. Du klammerst Dich an Deine Vorstellung des optimalen Ergebnisses, weil Du Angst vor dem hast, was passieren könnte, wenn Du ein weniger gutes Ergebnis erzielen würdest. Weil Du kein Vertrauen in Dich selbst hast, mit unerwarteten vorübergehend suboptimalen Situationen umzugehen.
  • Wut
    • Auch hier hast Du wieder ein ideales Endergebnis vor Augen und bist wütend, wenn jemand verhindert, dass Du dieses Ergebnis erzielst.

Beispiele dieser Art ließen sich noch viele aufzählen, doch vermutlich hast Du das allgemeine Prinzip erkannt.


Vielen Problemen liegen einige wenige Ursachen zugrunde:

  • Ein überhöhtes Idealbild
  • Unzufriedenheit mit dem, wer und was wir sind
  • Mangel an Zuversicht und Selbstvertrauen
  • Die Suche nach dem Glück in äußeren Umständen

Und noch etwas tiefer liegen ihnen zwei grundlegende Urängste des Menschen zugrunde:

  • Die Angst zu versagen
  • Die Angst vor sozialer Ausgrenzung

Schön und gut, aber was soll ich tun?

Vielleicht kennst Du die eine oder andere Ursache von Unzufriedenheit aus eigener Erfahrung, stimmst auch zu, dass Du sie beseitigen möchtest und fragst Dich, wie Du das anstellen kannst.

Die gute Nachricht lautet: Sobald Du Dir die Ursachen von Unzufriedenheit bewusst gemacht und über die Auswirkungen nachgedacht hast, hast Du den wichtigsten Schritt bereits getan.

Jetzt kannst Du Deine eigenen Befindlichkeiten ermitteln und überlegen, wie sie sich momentan auf Dein Leben auswirken.

Daraus kannst Du dann Maßnahmen ableiten, was und wie Du etwas verändern möchtest.

Dafür dient die folgende kleine Übungsaufgabe.

Übungsaufgabe

Denke über die obigen Beispiele nach!

Horche in Dich hinein, welche davon Dich besonders berühren, wie sie sich momentan auf Deine Leben und Dein Handeln auswirken und welche Maßnahmen Du ergreifen kannst, um eine Verbesserung zu erreichen!

Schlusswort

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Ich wünsche Dir ganz viel Spaß & Erfolg bei dem, was Du tust!
Dein NLPete

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