Werkzeuge und Methoden versus blinde Arbeitswut

Ein schöner Tempel am Stadtrand im Abendrot visualisiert, dass es sich lohnt, vor dem Beginn der Arbeit darüber nachzudenken, wie man sie erledigen will.

Viele Menschen beginnen neue Projekte oder Aufgaben ohne besondere Vorbereitung. Sie stürzen sich begeistert hinein und arbeiten motiviert und intensiv. Doch oftmals stellen sie fest, dass sie nur sehr schleppend voran kommen und wundern sich darüber. Doch weil sie ja so viel zu tun haben, gönnen sie sich nicht die Zeit, genauer darüber nachzudenken.

Das geht natürlich auch besser.

Dabei möchte ich nicht etwa dem Fehler am entgegengesetzten Ende des Spektrums das Wort reden. Wo es so ist, dass jemand ewig lange überlegt und überlegt und überlegt und vor lauter Überlegen nie dazu kommt, mit etwas zu beginnen (die sog. „Analyse-Paralyse“).


Die Wahrheit liegt wie so oft dazwischen.

Ein kleiner Ausflug in die Welt der IT-Großprojekte

Im beruflichen Kontext begegnen mir methodische Fragestellungen sehr oft, denn ich bin seit vielen Jahren als Methodiker in großen IT-Projekten tätig. D.h. meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die Teammitglieder in großen Teams von bis zu 100 Leuten möglichst gut zusammenarbeiten können und die einzelnen Ergebnisse sinnvoll zusammenlaufen und ein großes gemeinsames Ganzes ergeben.

In diesem Zusammenhang kommt es oft zu Spannungen, die es zu lösen gilt (wobei NLP übrigens recht hilfreich ist ;-). Denn bei zu wenig Methodik kommt es zu Chaos. Die Einzelergebnisse passen nicht zusammen, Aufgaben werden doppelt und dreifach erledigt, die Nachvollziehbarkeit und Vollständigkeit etc. leiden. Zu viel Methodik ist aber ebenfalls nicht gut, weil das zu übermäßigem Overhead und langwierigen lähmenden Arbeitsprozessen führen kann.

Es gilt also sorgfältig abzuwägen und die Werkzeuge und Methoden nach den oben genannten und vielen weiteren Kriterien auszuwählen und anzupassen.

Und wie ist es bei anderen Vorhaben?

Angesichts der großen technischen, sozialen und organisatorischen Komplexität großer IT-Projekte ist es unmittelbar einleuchtend, dass man sich über Werkzeuge und Methoden Gedanken machen muss.

In kleineren und scheinbar einfacheren Umgebungen und Themenstellungen geschieht dies häufig jedoch nicht und die Leute fangen ohne längeres Nachdenken und ohne den Aufbau einer passenden Infrastruktur einfach an, drauflos zu rödeln.

Und das ist ein echter Fehler.

Denn Produktivität, Spaß und inhaltlicher sowie finanzieller Erfolg hängen sehr stark davon ab, wie geschickt Du Deine Ressourcen einsetzt, um mit dem Vorhandenen einen möglichst großen Effekt zu erzielen.

Insbesondere gilt es in unserer modernen Zeit, so viele Sachen wie nur irgend möglich zu automatisieren und/oder outzusourcen und sich dadurch intensiv auf die wirklich wertschöpfenden Themen konzentrieren zu können.

Ein paar einfache Beispiele:

  • Wenn Du ein eBook schreiben willst, so bedeutet das, den Prozess für die Konvertierung, Publizierung, den Vertrieb etc. so weit zu automatisieren, dass Du nach der Fertigstellung einer neuen Version Deines eBooks nur noch auf das berühmte Knöpfchen zu drücken brauchst, damit das eBook alle erforderlichen Stufen in kurzer Zeit durchläuft, bis es fertig aufbereitet ist und zum Verkauf bereit steht.
  • Wenn Du Druckservices anbieten willst für Kaffeebecher, T-Shirts, Blechdosen, Visitenkarten usw., so bist Du gut beraten, den gesamten Prozess so zu designen, dass bis auf Fehlersituationen, in denen der Support eingreifen muss, alles vollständig automatisiert über Deine Website abläuft. Ansonsten hast Du keine Chance, preislich wettbewerbsfähig zu sein und vor allem binnen kürzester Zeit liefern zu können.
  • Wenn Du Geld sparen willst, so solltest Du Dir vorab Gedanken machen, auf welche Weise und nach welcher Methode Du das tun willst (z.B. mit der Tagessparplan-Methode). Dabei ist das Beste, was Du tun kannst, wenn Du die gewählte Methode so weit wie möglich automatisierst. Entweder indem Du eine feste Gewohnheit entwickelst, so dass Du nach der Etablierung dieser Gewohneheit ohne besonderes bewusstes Zutun wie von selbst Geld sparst. Oder indem Du z.B. direkt von Deinem Konto Geldbeträge in einen Sparplan fließen lässt, aus dem wiederum ebenfalls automatisch Investitionen in Anlageformen getätigt werden, die Du bei der Konzeption Deiner Methode ausgewählt hast.

Analoges gilt für viele andere Themen und zwar selbst für solche, die weniger techniklastig sind.

Eine dazu passende Geschichte

Gerne verpacke ich die Botschaft in Form einer unterhaltsamen Geschichte.

Welcher Stil gefällt Dir besser?

  • Sachbuchartig wie obenstehend
  • Erzählerisch wie folgend
  • Beides und dabei zuerst sachbuchartig gefolgt von der Geschichte
  • Beides und dabei zuerst eine Geschichte gefolgt von der sachbuchartigen Moral von der Geschichte

Wenn Du magst, teile mir Deine Antwort mit.

Und nun kannst Du Dich zurücklehnen und die folgende Parabel genießen, die das wesentliche Prinzip anschaulich macht.

Der weise Herrscher und seine Söhne

Der weise Herrscher eines alten Königreiches fühlte, dass seine Kräfte nachzulassen begannen und es an der Zeit war, die Thonfolge vorzubereiten.

Deshalb ließ er eines Tages seine beiden Söhne Tugut und Denka zu sich rufen.

Er eröffnete Ihnen, dass einer von Ihnen sein Nachfolger werden solle. Und zwar derjenige, der sich als der würdigere erweise, verantwortungsvoll sein Volk zu führen.

Dazu wolle er ihnen eine schwierige Aufgabe stellen. Wer sie zuerst löse, solle sein Nachfolger sein.

Er sprach zu ihnen: “Wer von Euch beiden zuerst einen gigantischen Tempel erbaut zu Ehren unseres Königreiches, der soll den Thron erben. Der zweite erhält für seinen fertiggestellten Tempel ein Leben in Luxus, ohne danach noch arbeiten zu müssen. Bedingung dabei ist, das jeder seinen Tempel alleine erbaut ohne die Hilfe anderer Menschen.”

Jedem der beiden Söhne stellte der König ein passendes Gelände zur Verfügung.

Die jungen Männer wussten beide, dass die Erfüllung der Aufgabe viele Jahre Zeit in Anspruch nehmen und sehr anstrengend werden würde.

Dennoch waren beide fest entschlossen, sich der Herausforderung zu stellen und sie zu bewältigen. Sie eilen aus den Gemächern des Königs, um gleich mit dem Bau ihres Tempels zu beginnen.

Tugut beginnt direkt mit der Arbeit. Langsam schleppt er riesige schwere Steine herbei, die das Fundament seines Tempels bilden sollen. Nach einigen Monaten nimmt das Fundament seines Tempels Gestalt an. Die Bewohner des nahe gelegenen Dorfes bewundern Tuguts Anstrengungen und loben seine handwerklichen Fähigkeiten.

Die Steine sind sehr massiv und schwer zu bewegen und nach einem weiteren Jahr schwerer Arbeit hat Tugut eine perfekte Basis geschaffen für die weiteren Ebenen seines Bauwerks.

Jetzt gönnt sich der rastlos arbeitende Tugut zum ersten Mal eine kurze Pause und ist total verblüfft. Denn ein Blick auf das Grundstück seines Bruders Denka offenbart ihm, dass dieses noch absolut leer ist. Nicht ein einziger Stein ist zu sehen. Kein Fundament, keine ausgehobenen Gräben, einfach gar nichts. Das Grundstück von Denka sieht noch genauso aus wie vor einem Jahr, als der König seine Aufgabe formuliert hatte.

Verwirrt beschließt Tugut, seinem Bruder einen Besuch abzustatten und findet ihn in einer großen Halle, in der er konzentriert an einem merkwürdigen Apparat arbeitet, der an irgendeine Art von Foltergerät erinnert.

Tugut unterbricht ihn in seiner Arbeit: “Hallo, Denka! Was zum Teufel machst Du da? Du sollst doch einen Tempel bauen und verbringst Deine Tage, Wochen und Monate in dieser Halle, um an dieser verrückten Maschine herumzuwerkeln?”

Denka ringt sich ein Lächeln ab und sagt: „Ich baue an meinem Tempel. Bitte störe mich nicht dabei!“

Tugut schimpft: „Ja natürlich, Du baust ganz sicher an einem Tempel. Nur hast Du noch keinen einzigen Stein verbaut in einem ganzen Jahr!“

Denka ist noch völlig vertieft in seine Arbeit und unbeeindruckt von den Anwürfen seines Bruders: „Tugut, Du bist kurzsichtig und Deine Gier nach dem Thron hat Deine Sicht getrübt. Baue Du nur Deinen Tempel auf Deine Art. Ich baue meinen Tempel auf meine Art.“

Tugut sieht ein, dass es keinen Sinn hat, mit seinem Bruder zu diskutieren und wendet sich zum Gehen: „Du Narr! Der König wird Dich hängen lassen, wenn er Deiner erbärmlichen Faulheit gewahr wird!“

Ein weiteres Jahr vergeht und Tugut stellt die erste Ebene seines Tempels fertig und beginnt mit der zweiten Ebene.

Dabei stellt sich ein Problem ein und Tugut kämpft bis zur Erschöpfung damit. Denn die Steine sind außerordentlich schwer und er kann sie nicht auf die zweite Ebene hinauf heben. Tugut erkennt seine physischen Grenzen und dass er über keine ausreichenden Kräfte verfügt, um die schweren Steine hochzuheben. Er muss größere Kraft entwickeln, um mit dem Bau seines Tempels voranzukommen.

Um dies zu erreichen, sucht er den Rat des stärksten Mannes im ganzen Königreich. Dieser Mann namens Muskulus verspricht, ihn gegen eine Gebühr zu trainieren, um mehr Muskeln zu entwickeln. Und nach vielen Wochen und Monaten eisenharten Trainings von Tugut durch Muskulus zeigen sich auch die gewünschten Erfolge und Tugut schafft es, die schweren Steine auf die nächste höhere Ebene zu wuchten. Das macht ihn überglücklich und gewiss, dass er auf dem richtigen Wege ist und der Sieg sein werden wird.

Währenddessen liegt Denkas Land immer noch völlig unberührt da, so dass Tugut eine geheime Todessehnsucht vermutet bei seinem Bruder. Denn weil dieser die vom König gestellte Aufgabe sträflich vernachlässigt, könnte es geschehen, dass er von diesem zum Tode verurteilt wird. Doch weil er ihn sicher nicht würde umstimmen können, beschließt Tugut, sich keine weiteren Gedanken über seinen Bruder zu machen.

Ein weiteres Jahr vergeht und die Geschwindigkeit des Fortschritts bei Tuguts Tempel verlangsamt sich von Woche zu Woche zu einem entmutigenden schleppenden kaum merklichen Vorankommen. Manchmal benötigt Tugut mehrere Wochen, nur um einen einzigen Stein an seinen Platz zu bekommen. Steine auf die oberen Ebenen zu liften erfordert immense Anstrengung und Tugut verbringt einen großen Teil seiner Zeit damit, sich von Muskulus trainieren zu lassen. Außerdem gibt Tugut einen großen Teil seines Geldes für Beratungsgebühren und Spezialnahrung aus. Tugut schätzt, dass er für die Fertigstellung seines Tempels etwa 30 Jahren benötigen wird und dann als alter Mann den Thron besteigen wird. Unbeeindruckt davon redet Tugut sich gut zu: „In den letzten drei Jahren habe ich meinen Bruder weit hinter mir gelassen! Dieser Narr hat noch nicht einmal einen einzigen Stein platziert. Das Königreich wird auf jeden Fall mir gehören!“

Doch plötzlich, eines Tages, während Tugut einen weiteren gewaltigen Stein unter Aufbietung aller Kräfte seinen Tempel hinauf wuchtet, hört er laute Rufe aus dem Dorf, in dem Denka seine Werkhalle hat.

Die Dorfbewohner, die regelmäßig Denkas Arbeit und seine Fortschritte beobachtet hatten, rufen aufgeregt und so laut durcheinander, dass Tugut neugierig wird und seine Arbeit unterbricht, um nach dem Rechten zu sehen.

Umgeben von einer ihn anfeuernden Menge, bewegt Denka sich über die Dorfstraße, wobei er eine riesige Maschine steuert, die aus zahlreichen Zahnrädern, Hebeln, Seilen und Rädern besteht. Während Denka die Maschine auf sein Gelände zusteuert, beschleicht Tugut ein sehr ungutes Gefühl, welches sich schon kurz darauf bewahrheitet.

Denn binnen weniger Minuten beginnt Denka mit Hilfe der seltsamen Maschine, riesige Steine scheinbar mühelos zu bewegen und das Fundament seines Tempels anzulegen.

Einen Stein nach dem anderen legt die Maschine sanft und exakt platziert wie von Zauberhand nebeneinander, ohne dass Denka dabei angestrengt wirkt. Er dreht einfach an einer Kurbel, an der Seile befestigt sind, die über mehrere Rollen laufen, und bewegt mühelos und schnell auch die größten Steine.

Während die Errichtung von Tuguts Tempel bereits mehrere Jahre harter Arbeit verschlungen hat, stellt Denka das Fundament seines Tempels in nur einer einzigen Woche fertig. Die zweite Ebene, die Tugut nur mit Hilfe eines unbarmherzigen Trainings bewältigen konnte, geht sogar noch schneller und dauert nicht mehrere Monate, sondern nur wenige Tage. Innerhalb von sechs Wochen erreicht Denka mit seiner Maschine dasselbe wie Tugut in über drei Jahren.

Tugut ist am Boden zerstört. Während er sich jahrelang gegeißelt und in mühseliger Plackerei einen Stein auf den anderen gehievt hatte, hat Denka eine geniale Maschine entwickelt, die dies in einer sagenhaften Geschwindigkeit für ihn erledigt.

Anstatt die Maschine als überlegen anzuerkennen, spricht Tugut bei sich: „Ich muss noch stärker werden und die schweren Steine schneller bewegen!“ Und so unterwirft er sich weiterhin dem gnadenlosen Krafttraining von Muskulus und arbeitet Tag und Nacht wie ein Besessener am Bau seines Tempels ohne etwas Anderes zu haben als seine Körperkraft und seinen unbeugsamen Willen.


Nach fünf Jahren beendet Denka erfolgreich den Bau seines Tempels. Drei Jahre für die Entwicklung seiner Maschine und zwei Jahre für den Bau des Tempels mit Hilfe dieser Maschine.

Der König ist begeistert von dem grandiosen Ergebnis in so kurzer Zeit und den Fortschritten, die die Maschine seinem Volk ermöglichen wird. Er ernennt Denka also wie versprochen zum König und belohnt ihn mit sagenhaftem Reichtum, so dass dieser nie wieder in seinem Leben hart zu arbeiten braucht.

Währenddessen fährt Tugut fort, mit derselben alten Routine die schweren Steine zu schleppen, Zeit und Geld für sein Training zu vergeuden, stärker zu werden und noch mehr Steine zu schleppen.

Diese geistlose Vorgehensweise führte zu einem recht erbärmlichen Leben Tuguts. Er stellte seinen Tempel niemals fertig und arbeitete bis ans Ende seiner Tage auf seiner Baustelle, während er immer älter und schwächer wurde.

Einfach deshalb, weil er sich entschieden hatte, all die schweren Arbeiten selbst zu verrichten ohne großes Nachdenken vorab, anstatt sich auf ein geschickteres Vorgehen zu fokussieren, das ihm viel Mühe erspart hätte.

Und so war es ihm nicht wie seinem Bruder Denka vergönnt, sagenhaften Reichtum zu genießen. Denn er starb geschwächt hoch oben auf seinem Tempel zu einem Zeitpunkt, zu dem ihn nur noch wenige Jahre von dessen Fertigstellung trennten. Niemand bekam das mit und so fand man erst Monate später sein von den Geiern blank genagtes Gerippe.

Währenddessen führte Denka über Jahrzehnte hinweg ein interessantes vergnügliches Leben mit allem Luxus, den man sich nur vorstellen kann.

Mit reichlich freier Zeit versehen wurde er zu einem der größten Erfinder und Lehrer seiner Zeit und genoss den Respekt und die Bewunderung seines Volkes, dessen Lebensqualität unter seiner Regentschaft durch seine Erfindungen deutlich zunahm.

Als er viele Jahre nach Tugut starb, wurde er mit allergrößtem Pomp beigesetzt in seinem eigenen Tempel.

Und die Moral von der Geschicht’ – vernachlässige Werkzeuge und Methoden nicht!

Wie Du siehst, lohnt es sich, sich Gedanken zu machen über eine größtmögliche Automatisierung dessen, was man tut.

Menschen erfinden seit vielen Jahrtausenden immer wieder neue Ideen, Konzepte, Geräte, Maschinen und Software, um sich das Leben zu erleichtern.


Überlege auch Du, welche Deiner Aufgaben Du einfacher erledigen kannst, indem Du für eine passende Infrastruktur und geeignete Werkzeuge sorgst.

Und wie finde ich heraus, was am Wichtigsten ist?

Wenn Du sehr viel zu tun hast, so kannst Du mit Hilfe einer ganz einfachen Methode leicht entscheiden, worauf Du Dich zuerst fokussieren solltest.

Dazu bastelst Du Dir ein einfaches Spreadsheet mit wenigen Spalten.

In der ersten Spalten listest Du die Aufgaben auf, die zur Zeit am wichtigsten sind für Dich, Deine Kunden, Freunde, Familie etc.

Dann bewertest Du diese Aufgaben. Dazu fügst Du mehrere Spalten ein mit den Kriterien, die Dir dazu einfallen.

Das können z.B. sein:

  • Relevanz für Kundengewinnung und Kundenbindung
  • Häufigkeit, in der die Aufgabe ausgeführt werden muss
  • Gewünschter Automatisierungsgrad
  • Weitere aus Deiner Sicht wichtige Kriterien in jeweils einer Spalte

Für jede Aufgabe bewertest Du jetzt jedes Kriterium mit einer Zahl zwischen 0 und 1 mit jeweils genau einer Nachkommanstelle, d.h. 0, 0.1, 0.2, …, 0.9, 1.0.

Zudem sind in der Regel nicht alle Kriterien gleich wichtig, so dass man meistens noch je Kriterium einen Faktor für dessen Wichtigkeit verwendet und dessen Bewertung mit diesem Faktor multipliziert.

In einer Spalte für die Gesamtbewertung werden diese Bewertungen dann für jede Aufgabe addiert. Die Aufgaben mit der größten Gesamtbewertung solltest Du Dir als Erstes ansehen.

Ganz einfach, oder?

Die Beschreibung lässt sich jedoch noch besser verstehen, wenn Du Dir ein einfaches Beispiel anschaust, dass ich dafür einfach mal konstruiert habe.

Das Beispiel soll lediglich das Prinzip verdeutlichen. Nimm die einzelnen Aufgaben also nicht allzu ernst :-), sondern setze an ihrer Stelle Deine eigenen Aufgaben ein.

Auch die Faktoren für die Wichtigkeit hängen von Deiner eigenen Sicht auf die Dinge ab.

Und last but not least kannst Du anstatt auf die Gesamtbewertung gelegentlich auch auf einen einzelnen Faktor schauen.

Wenn Du z.B. eines Samstags besonders viel für Deine Kunden tun willst, so schaust Du nur auf die Spalte „Kundenrelevanz“ und nimmst Dir die Aufgaben mit den höchsten Bewertungen in dieser Spalte vor.

Falls sich das kompliziert anhörte, hier ein kleines konstruiertes Beispiel, das zeigt, dass es vom Prinzip her ganz einfach ist:

Wenn Du viel zu tun hast und einen ganzen Haufen Aufgaben vor Dir, so passiert es gelegentlich, dass man nicht mehr intuitiv die nächste zu erledigende Aufgabe bestimmen kann. Dann hilft eine einfache Methode zur Bewertung von Aufgaben anhand eigener Kriterien mit Gewichtungsfaktoren.

Jetzt ist es an Dir, das Verfahren auf Deine Situation zu übertragen.

Schnappe Dir Papier und Stift oder Deinen PC/Mac/Smartphone mit Tabellenkalkulation und ab geht die Luzi!

Schlusswort

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Ich wünsche Dir ganz viel Spaß & Erfolg bei dem, was Du tust!
Dein NLPete

2 Gedanken zu „Werkzeuge und Methoden versus blinde Arbeitswut“

  1. Hallo Pete (Kurzform für Peter? Zumindest schonmal einen Buchstaben gespart 😉

    Ich bin über einen Kommentar von Dir auf zendepot auf Deinen Blog aufmerksam geworden und muss gleich mal ein dickes Lob hinterlassen. Deine Artikel sind spitze! Sehr ausführlich, informativ und angenehm zu lesen. Die Idee, eine kleine Geschichte um den Kern zu basteln finde ich auch gut. Macht das Lesen noch etwas abwechslungsreicher und Dir beim Schreiben bestimmt auch mehr Spaß.
    Mich interessiert vor allem die Sache mit dem Mehrphasenschlaf, worüber ich hier das erste mal was gelesen hab. Wendest Du das schon an? Ich hätte so gern mehr Zeit für die Dinge, die mich interessieren neben Familie und Beruf, wofür mir aber eben nur am Abend 1 Stunde bleibt. Allerdings bin ich trotz 7-8 St. Schlaf täglich/nachts tendenziell eher müde. Wie ist das, wenn man die Schlafzeit auf so ein Minimum herunterfährt? Kann das evtl. gesundheitliche Folgen haben?

    Noch eines: Ich habe nun zwei Mal versucht, mich für Deinen Newsletter anzumelden, aber weder im Postfach, noch im Spamordner finde ich was. Kannst Du das auch so tun? Ich wollte so gern schonmal das „Gratiskapitel“ zum Sparen für Kinder lesen 🙂

    Danke und Gruß
    Timur

    1. Hallo Timur,

      vielen Dank für Dein Lob.
      Ja, Pete (gesprochen Piet) ist die Kurzform für Peter. Meine Freunde nennen mich so und ich habe das dann in meinen Online-Markennamen übernommen.
      Ja, ich bin seit langer Zeit Mehrphasenschläfer und habe in einem längeren Experimentierzeitraum, den ich mir dafür und das Schreiben meiner ersten eiden Bücher gegönnt hatte, viele verschiedene Schlafsysteme und den Wechsel zwischen ihnen ausprobiert.
      Der Mehrphasenschlaf macht mir sehr vieles möglich, denn ich habe dadurch erheblich mehr Zeit, bin öfter frisch und besitze eine deutlich höhere Produktivität als früher.
      Da es im Internet nur weniger Quellen für Mehrphasenschlaf gibt, die meistens auf Englisch und auch nicht so ausführlich sind, hatte ich mich entschlossen, meine Erfahrungen und Erkenntnisse in einem Buch zu veröffentlichen.
      Im deutschsprachigen Raum gibt es nach meiner Kenntnis nichts Vergleichbares.
      Wenn Du tendenziell häufig eher müde bist, kann das natürlich auch Ursachen haben wie Depression, Schilddrüsenunterfunktion, häufige nächtliche unterschwellige Störungen, die zwar nicht zum Aufwachen führen, aber die Schlafqualität mindern, Alkoholgenuss vor dem Schlafengehen, was die Schlaftiefe verringert und noch einiges mehr.
      Wenn dies jedoch nicht immer so gewesen ist, könnte das auch auf berufliche und private Belastungen zurückzuführen sein, denen Du nicht adäquat mit einer systematischen Regeneration Deiner Kräfte begegnest. Dann kann Mehrphasenschlaf durchaus helfen. Nicht nur, dass Du dann mehr Zeit bekommst, sondern die Zeit auch mehr nutzen und genießen kannst, weil Du Dich in den Wachperioden fitter fühlt.
      Wenn Du auf Mehrphasenschlaf wechseln oder ihn auch nur einfach nur mal ausprobieren möchtest, so solltest Du Dir einen Zeitraum auswählen, wo Du nicht allzu vielen und intensiven Beanspruchungen von außen ausgesetzt bist. Weil die Umstellung zunächst einmal anstrengend ist.
      Gehe am Besten schrittweise vor und wechsele zunächst vom Schlafsystem Monophasic auf Siesta und dann erst auf Everyman 2 etc.
      Nutze auch die Hilfsmittel intensiv, die Dir die Umstellung erleichtern!
      Ob Mehrphasenschlaf dauerhaft gesundheitliche Schäden haben kann, ist meines Wissens nicht als Langzeitstudie untersucht worden.
      Mir selbst geht es jedoch auch nach mehreren Jahren damit ganz hervorragend.
      Schlafmangel an sich ist über einen langen Zeitraum hinweg auf jeden Fall ungesund. Dafür, dass Du ausreichend Schlaf bekommst, ist jedoch nicht nur die reine Zeitdauer entscheidend. Vielmehr kommt es darauf an, dass Du ausreichend REM-Schlaf bekommst. Und davon benötigen wir nur sehr wenig.
      Mehrphasenschlaf reduziert drastisch den leichten Schlaf, den wir für unsere Erholung nicht brauchen und der ca. die Hälfte des gesamten Schlafpensums eines Normalschläfers ausmacht.
      Jedoch bringt nur die Umstellungsphase Schlafmangel mit sich. Ohne geht es auch gar nicht, weil dieser Schlafmangel den Körper animiert, sich umzustellen und innerhalb ganz kurzer Zeit direkt in die REM-Phase zu gehen unter Verzicht auf leichten Schlaf davor. Wenn Du es richtig machst, dann verschwindet der Schlafmangel nach der Umstellung wieder und Du fühlst Dich dann ganz normal oder besser, nur dass Du erheblich weniger Schlaf benötigst für dieselbe Erholung.
      Das alles ist im Buch ausführlich beschrieben. Das Buch war bisher nur über Amazon zu beziehen als eBook und als Printversion. Ich habe eines meiner Bücher gerade vor kurzem auch im iBookstore veröffentlicht und der 24h-Lifestyle wird demnächst auch dort zu haben sein. Zurzeit einfach bei Amazon besorgen unter http://amzn.to/16eNPPT. Software-Reader für Amazons MOBI-Format gibt es von Amazon für viele verschiedene Plattformen. Du benötigst also keine separate Kindle-Hardware, sondern kannst PC, Smartphone oder Tablet für das Lese nutzen. Siehe dazu auch den Artikel http://blog.nlpete.de/allgemeines-zu-ebooks/.
      Lies Dir das Buch einfach mal durch und bereite Dich schon einige Wochen vor der Umstellung vor durch den Aufbau von Ritualen wie dort beschrieben.
      Das Buch ist recht umfangreich, weil es vieles beschreibt, was Du sonst (wenn überhaupt), nur weit verstreut finden würdest.
      Nimm Dir für das Lesen ausreichend Zeit, enwickele daraus Deinen persönlichen Plan und nimm die erste Umstellung auf ein neues Schlafsystem dann in einer ruhigen Phase (Urlaub, Weihnachten etc.) vor.
      Dein Leben kann dadurch ein völlig Neues werden!
      Für die Newsletter-Funktion hatte ich bisher ein etwas daddeliges WordPress-Plugin verwendet. Es funktioniert nicht wirklich befriedigend.
      Daher arbeite ich zurzeit an der Umstellung auf neue Server anstelle von Shared Hosting und kann dann ein Werkzeug für Membership-Sites und Newsletter in Betrieb nehmen, welches dann erheblich besser funktionieren wird.
      Wenn es Dir recht ist, so nehme ich Deine Email-Adresse auf und informiere Dich, sobald das Teil am Start ist. Dann kannst Du Dich dort registrieren und erhälst als Dankeschön dafür auch „Die besten Denkanstöße zu Persönlichkeitsentwicklung und Geld“ regelmäßig zugesendet.
      Das Kapitel „Wie bringst Du Kindern Reichtum bei?“ sende ich Dir per Mail zu.
      Ich wünsche Dir weiterhin viel Spaß und dass Du zukünftig noch mehr Freude mit und Zeit für Deine Familie hast.

      Viele Grüße
      Peter

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